Teil eines Werkes 
1. Theil (1860)
Entstehung
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waren es beſonders die Zeiſige, die bei ihr eine außer⸗ ordentlich einſchlagende Wartung und zugleich eine Abrichtung gefunden hatten, welche mannichfach bewun⸗ dert wurde. Koſtbare Singvögel hingen in ſchön ge⸗ ſchmückten Käfigen an den Außenwänden des Hauſes umher, und ließen oft ihre ſchmetternden Weiſen rück⸗ ſichtslos in die Unterhaltung der Freunde hineindrin⸗ gen. Auch an Katzen und Hunden war kein Mangel auf dieſem eigenthümlichen Landſitz, und neben ihren Vögeln gehörten namentlich die Katzen zu den eigent⸗ lichen Lieblingen der Madame Helvétius, welche ſich ſtets mit den außerordentlichſten Spielarten zu um⸗ geben verſtand.

Die vollendete Harmonie und Eintracht, welche ungeachtet dieſer verſchiedenen Thierarten gleichwohl in dem Reich der Madame Helvétius herrſchte, war dann noch um ſo mehr zu bewundern, als ſie von ihren Verehrern zugleich einem magiſchen Zauber zu⸗ geſchrieben wurde, mit dem die liebenswürdige Frau ihre Herrſchaft über Alles, was zu ihr gehörte, ausübe.

Madame Helvétius hatte ſich heut der Lieblings⸗ beſchäftigung mit ihren Thieren, denen ſie ſonſt einen Theil ihres Morgens widmete, raſcher als gewöhnlich entzogen. Denn es waren mancherlei Vorbereitungen zu dem Empfang von Gäſten zu treffen, die heut auf dem Landhauſe in Auteuil zum Diner erwartet wur⸗ den. Und es waren zwei beſonders feſtliche Veran⸗ laſſungen, welche Madame Helvétius heut zu dieſer Einladung bewogen hatten.

Einmal war es der berühmte Doctor Benjamin Franklin, der heut bei ſeiner alten Freundin, mit der er ſeit langer Zeit in der innigſten Verbindung ſtand, das Diner einnehmen wollte, worauf der ganze Kreis ſich um ſo mehr gefreut hatte, da die geräuſchvollen Huldigungen und Aufmerkſamkeiten, mit denen Frauk⸗