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Man ſah Frau von Stasl bei dieſen Worten er⸗ bleichen und zittern. Sie ergriff die Hände der Frau von Montmorin und zog dieſelben unter heftig her⸗ vorſtürzenden Thränen an ihre Lippen. In dieſem Augenblick aber trieb die ſtoßende Volkswoge die bei⸗ den Freunde von dieſer Stelle hinweg. Die Muſik⸗ chöre und die Prieſtergeſänge, welche die Proceſſion der drei Stände begleiteten, tönten jetzt ſchon in einiger Ferne, und Chamfort und Cerutti, die nun von ſelbſt in die Seitengaſſe hineingedrängt wurden, beſtrebten ſich, auf dieſem Wege nunmehr in verdop⸗ pelter Eile die Kirche zu erreichen.
Die drei Stände hatten, nachdem ſie in Saint⸗ Louis angelangt, bereits auf den Bänken, welche für ſie in dem Schiff der Kirche aufgeſtellt waren, ihre Plätze eingenommen. Der König und die Königin hatten ſich, umgeben von ihrem Hofſtaat, unter einem Thronhimmel von violettem Sammet, der mit golde⸗ nen Lilien durchſäet war, niedergelaſſen. Die Königin ſah blaß und verſtört aus, und der König, der in ſeiner unbefangenen und einfachen Haltung nur durch
die Sorge um ſeine Gemahlin geſtört ſchien, war
mit ſeinen Blicken und Mienen faſt ausſchließlich ihr zugewandt.
Chamfort und Cerutti befanden ſich auf einer der Tribunen, welche mit vorbehaltenen Plätzen für die Zuſchauer aufgeſchlagen waren. Wir werden hier Alles vortrefflich ſehen, ſagte Chamfort. Und ich ſehe jetzt erſt recht ein, was Connexionen in der Welt werth ſind. Denn ohne Euere Verbindung mit dem Miniſter Necker, lieber Abbé, würden wir ſchwerlich dieſe guten Einlaßkarten erhalten haben. Und mir liegt ſehr daran, alle, auch die kleinſten Züge dieſer heutigen Feierlichkeiten zu erlauſchen. Ich habe unſerem Freunde Mirabeau einen Bericht verſprochen, den er
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