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Die übrigen Perſonen des Hofes beſchloſſen in einem prachtvollen Cortége den Zug, der in dieſen koſtbar geſchmückten Cavalieren und Hofdamen einen leuchtenden, von Gold und Diamanten funkelnden Schweif hinter ſich herzuziehen ſchien.
Chamfort ſprang von ſeinem S tiſch herunter und ſagte zum Abbé Cerutti: Jetzt, mein Freund, raſch hinterher, damit wir noch frühzeitig bei der Kirche Saint Louis anlangen, und unſere Plätze, zu denen Ihr uns behülflich geweſen ſeid, einnehmen können. Wenn wir mit unſern geſchwinden Beinen dort die kleine Nebengaſſe einſchlagen, kommen wir noch vor König und Ständen bei den Pforten von Saint⸗Lonis an.—
Die beiden Freunde ſuchten ſich jetzt durch die dem Zuge nachdrängenden Volksmaſſen Bahn zu machen, was ihnen anfangs kaum gelingen wollte. An der kleinen Gaſſe, in welche ſie einbiegen wollten, wurden ſie durch das ſich von mehreren Seiten kreuzende Gedränge ſo aufgehalten, daß ſie ſich zum Stillſtehen entſchließen mußten. Chamfort war mit ſeinem Freunde dicht an das Eckhaus hinangetrieben worden und ſtand gegen einen Balkon gepreßt, der mit ſchönen und reich⸗ geſchmückten Damen beſetzt war.
Ah, da haben wir es wunderbar getroffen, ſagte Chamfort, nachdem er die Damen näher betrachtet hatte. Iſt nicht die Eine die Tochter Neckers, die ſchöne und geiſtreiche Frau von Stasl⸗Holſtein, und in der Andern glaube ich die liebenswürdige Frau von Montmorin zu erkennen? Sie ſind beide in der lebhafteſten Unterhaltung mit einander begriffen, und wenn wir Horcher an der Wand ſein wollen, werden wir jedes Wort erlauſchen können.
Ich weiß keinen Tag meines Lebens zu nennen; an dem ich mich ſo gefreut hätte wie heut, ſagte die
Mirabeau. MI. 15


