Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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auch unſern Freund Mirabean bewegen könntet, mit Orlsans und Necker zu gehn. Dieſe würden ihn mit offenen Armen aufnehmen, was Ihr aus meinem Munde als die beſtimmteſte Aeußerung aufnehmen und benutzen könnt.

Ich glaube Euch zu verſtehn, entgegnete Chamfort, aber Ihr müßt wiſſen, daß ich viek zu bequem bin, um mir den Kuppelpelz der Parteien verdienen zu wollen. Aber ſeht, Abbs, jetzt kommt Euer Stand, jetzt kommt der Clerns in ſeinem ganzen pontifikali⸗ ſchen Schmuck herangeſchritten.

Man erblickte jetzt die geiſtlichen Mitglieder, die, in feierlicher Prozeſſion ſich einherbewegend, das hei⸗ lige Sacrament an ihrer Spitze führten. Dieſer Zug war gewiſſermaßen in einer ſtandesmäßigen Gliedernng abgetheilt, indem die Biſchöfe, die in ihren violetten Prachtkleidern ſich zeigten, ſich von dem niedrigen Clerus, der im großen Mantel und mit der vier⸗ eckigen Mütze erſchien, geſondert hielten. Der König

und die Königin begleiteten das heilige Sacrament, welches in den Händen des Erzbiſchofs von Paris unter einem prachtvollen Thronhimmel ſtrahlte, deſſen Schnüre die Grafen von Provence und Artvis auf der einen Seite, anf der andern die Herzöge von An⸗ goulème und Berri trugen.

Beim Anblick des Königs, der ernſt und blaß, aber mit einer gelaſſenen und zuverſichtlichen Ruhe einherſchritt, waren die Volksmaſſen in lebhafte und aufrichtige Beifallsrufe ausgebrochen, die auf den Mo⸗ narchen einen frendig bewegenden Eindruck zu machen ſchienen. Den wiederholten Schreien: es lebe der König! klang jedoch kein einziger Ausruf für die Kö⸗ nigin zur Seite. Kein einziger Volksgruß, kein Ton der Liebe und Bewunderung, wie ihn Marie Antoinette