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beſſern Aufgabe bewußt wird, und ſich an der Hand derſelben herauszuziehen ſtrebt aus ſeiner Verſun⸗ kenheit?
Es iſt das erſte Mal, daß mir einer zu verſtehen giebt, ich ſei im Grunde ein Tugendeſel, erwiederte Chamfort mit ſeinem gutmüthigen Lächeln. Die Eſelspartieen hat aber eigentlich Euer Herzog von Orlsans eingeführt, und die reizende Königin Marie Antoinette hat bekanntlich einen ſo großen Geſchmack daran gefunden, daß ſie ſich ſogar durch das Herunter⸗ fallen vom Eſel auszuzeichnen wußte, und bei dieſer Gelegenheit das Studium des Nackten förderte, in⸗ dem ſie das Füllhorn ihrer verborgenſten Reize an die Erde ſchüttete. Woher ſeitdem der Haß des Herzogs gegen die Königin entſtanden, wird man wohl nimmer entdecken können., Der Herzog, der bekanntlich auf Alles ſpeculirt, ſoll, nachdem ihm ein⸗ mal der Anblick dieſer Reize vergönnt worden, von der Königin mehr erwartet haben, als nachher ein⸗ treffen wollte. Nun glaubte er ſich ſeitdem mit keinem wirkſameren Inſtrument rächen zu können, als mit dem der Freiheit, welches er mit beiden Händen er⸗ griff. So erklärt ſich Euer Tugendeſel Chamfort das Bündniß eines Herzogs von Orléans mit der Freiheit. Denn auch der Miniſter Necker, mit dem er ſich jetzt die Hand gereicht hat, iſt ein Feind der ſchönen Königin. Mein thenrer Abbé, wenn in Frankreich eine Revolution gemacht wird, ſo ſind es nur die Feinde der Königin, denen der gute Louis XVI. dieſelbe zu verdanken haben wird! Mögen ſich aber Orléans und Necker heimlich mit einander verbünden, was folgt daraus?
Es folgt daraus, daß dies die richtige Poſition iſt, entgegnete Cerutti. Und Ihr würdet Euch ein Verdienſt um die ganze Nation erwerben, wenn Ihr


