Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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dieſem galvaniſchen Kunſtſtück zu, meinetwegen. Wenn das Volk an ihn glaubt, ſo wird es ſchon zu irgend etwas nütze ſein. Denn das Volk iſt ein Thier, das von der gütigen Vorſehung wenigſtens den Inſtinct zu ſeiner Waffe erhalten hat.

Seinen Nutzen hat das Volk ſchon davon gehabt, erwiederte Cerutti. Denn wer anders als der Herzog von Orléans iſt die Urſache, daß die doppelte Vertre⸗ tung des dritten Standes durchgeſetzt worden iſt? Ich kann Ihnen ſagen, Chamfort, daß dies der Haupt⸗ artikel des geheimen Bündniſſes geweſen iſt, welches der Herzog von Orléans und Necker mit einander abgeſchloſſen haben. Außerdem nennt mir doch irgend einen Maun, ſei es am Hofe oder in der Ariſtokratie, welcher ſich in der letzten Zeit ſo unausgeſetzt und hülfreich mit den Leiden des Volkes beſchäftigt hat, als der Herzog. Er hat ſeine Wohlthaten nicht blos auf die Stadt Paris beſchränkt, in der in gewiſſen Stadttheilen die Armen von ihm leben und durch ihn ſich kleiden, ſondern er ſorgt auch wie ein Vater für alle die Unglücklichen, die auf ſeinen Gütern ſind. Durch ſeine Beamten läßt er Getreide, Holz, Wein an die Nothleidenden vertheilen, und wenn man ihn ſpricht, findet man einen gütigen, milden, einfachen Herrn, der nur Liebe für die Freiheit und Intereſſe für das Volk athmet. Dem unaufhörlichen Andrin⸗ gen Necker's hat er nachgegeben, indem er ſich zum Abgeordneten des Adels erwählen ließ. In der That, Chamfort, ich wundere mich über Euch, daß gerade Ihr ein ſo engherziges Urtheil über Euren Nachbar im Palais Rohal, den Herzog von Orléans, fällt. Wie kommt der Philoſoph Chamfort dazu, den Maaß⸗ ſtab der Allerweltsmoral an einen Herrn anzulegen, der mitten in der Debauche, in welche ihn ſeine Zeit und ſein Stand hineingeriſſen, ſich plötzlich einer