Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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man da in ſeiner eingebornen Herrlichkeit? Wahrhaftig, das iſt Lonis Philippe Joſeph von Bourbon, Herzog von Orléans, der Abgeordnete für den Wahlkreis Crespy in Valois, der erſte Anglomane des König⸗ reichs, der die Freiheit und die Elubs in London ſtü⸗ dirt hat und durch ſeine letzte Reiſe nach England dem Hofe ſo verdächtig geworden iſt. Er hat es vorgezo⸗ gen, hier in der Mitte der Prozeſſion unter ſeinen Mit⸗ erwählten zu erſcheinen, während ſein Platz eigentlich unter den Prinzen des königlichen Hofes geweſen wäre, welche hinten den Zug beſchließen. Das gehört zu den Wundern der Zeit, und könnte mich beinahe ſtutzig machen über dieſe rauhe Größe des ehemaligen Her⸗ zögs von Chartres.

Die Worte Chamforts wurden aber jetzt übertönt von den gewaltigen Rufen, welche aus den Volks⸗ maſſen beim Anblick des Herzogs von Orléans her⸗ vorſtiegen. Es lebe Orlsans! Der Herzog von Or⸗ léans lebe hoch! ſchallte es von allen Seiten, was dem Herzog ein wohlgefälliges Lächeln, das er nicht unter⸗ drücken zu können ſchien, abnöthigte.

Der Prinz hat die Freiheit mit ſolcher Inbrunſt ergriffen, als wenn es ein neues Laſter wäre, das er ſich im Palais Royal ausgeheckt hat! ſagte Chamfort, als dieſe enthufiaſtiſchen Rufe wieder nachließen. Mir ſchaudert wahrlich die Hant bei dieſem neuen Experi⸗ ment, welches der Orgien Prinz mit ſeinen Nerven macht. Die Volksfreiheit als neuer Wolluſtkitzel eines vornehmen Herrn, das iſt ein ganz nichtswürdiges Problem, bei dem mir angſt und bange wird, wenn ich es mir unter den ſymboliſchen Zeichen der nen aufgehenden Freiheit Frankreichs denke. Was iſt dieſer Herzog von Orléans anders, als ein moraliſch faulen⸗ der Cadaver, welcher ſich durch den elektriſchen Strom der Freiheit galvaniſiren laſſen will? Das Volk jauchzt