Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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Es kommt in der Welt ſehr viel auf den Namen an, erwiederte Chamfort nachſinnend. Mirabeau iſt ein geliebter und gehaßter Name geworden, und Beides wird ihm dazu helfen, Geſchichte zu machen. Vorgeſtern hat er ſich von Neuem bei den Ariſtokraten gründlich verhaßt gemacht. Vorgeſtern, als ſich die drei Stände vorſchriftsmäßig bei dem König auf dem Schloſſe zu präſentiren hatten, war es Mirabeau, der zuerſt dem Mißvergnügen des dritten Standes einen Ausdruck gab, weil bei dieſer Vorſtellung auf eine für das Volk durchaus beleidigende Weiſe der Rangunterſchied der Stände feſtgehalten wurde. Denn nachdem Adel und Clerus im Cabinet des Königs empfangen worden, die Abgeordneten der Gemeinen aber in einem beſonderen Saal, vor dem ſie erſt in einem dunkeln und engen Corridor lange auf Einlaß hatten harren müſſen, ſchlug Mirabeau gleich mit großer Heftigkeit vor, wegen dieſer kränkenden Nüance einen Einſpruch zu den Fü⸗ ßen des Thrones niederzulegen. Als der König dann in dem Saal erſchien, und ſich bei ſeiner Anrede an die Abgeordneten das Haupt bedeckte, war Mirabeau der Erſte, der ebenfalls ſeinen Hut aufſetzte und da⸗ durch allen Uebrigen das vielbedeutſame Signal gab, das eine neue Zeit der öffentlichen Freiheit ankün⸗ digte. Denn bisher war es nur ein Vorrecht der bei⸗ den erſten Stände geweſen, ſich vor dem König be⸗ decken zu dürfen.*)

Ich habe davon reden hören, entgegnete Cerutti. Die Inſtruktionen, welche der dritte Stand von ſeinen Wählern mitgebracht, gehen allerdings dahin, daß ſie den beiden andern Ständen keinen Vorzug weder bei der Ceremonie noch bei der Etiquette zugeſtehen dürften.

oulongeon: Histoire de France depuis la révolution de 1789. 1. 22