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Schwärmerei geknüpft habt, kommt unter ziemlichem Scandal zur Welt.
Jede Geburt iſt ein Scandal, mein Freund, er⸗ wiederte Chamfort. Es ereignen ſich immer Dinge dabei, die nicht ganz ſauber ſind. Wenn das Kind nur geſund iſt, das zur Welt kommt, ſo wird man es ſchon reinigen können, und mit der Zeit ſteht es als ein allerliebſter Junge da. Mich dünkt, auch unſere Schachpartie hier, die wir in Erwartung der Drei⸗ Stände⸗Prozeſſion geſpielt haben, iſt ein ganz gehörjger Scandal geworden. Die Tagespolitik hat uns gerade in dem entſcheidendſten Augenblick von ihr abgezogen. Oder Freund Abbé hat mich mit ſeiner clerikaliſchen Schlauheit in dies Geſpräch verwickelt, um ſein Matt ſo lange als möglich zu vertuſchen. Denn gegen mei⸗ nen Thurm vermag ſich Euer König jetzt nicht mehr lange zu halten. Die Volkspartei hat geſiegt, Abbé Cerntti!
Jedenfalls gebe ich die Partie, entgegnete der Abbé, indem er die Figuren durcheinander warf. Ob die Volkspartei wirklich geſiegt hat, wer kann es wiſſen.
In dieſem Augenblick begann das Glockengelänte von der Parochiale Notre Dame, und verkündete, daß die Prozeſſion ſo eben ihren Aufbruch beginne und die Kirche verlaſſe. Dieſe feierlichen Klänge hatten ſo raſch und mächtig angeſchlagen, daß Chaifort faſt er⸗ ſchrocken zuſammenbebte. Er hatte das Schachbrett heruntergeſtellt und war auf den Tiſch geſprungen, um über die Köpfe der Volksmenge, welche die Straße bedeckte, hinwegblicken zu können. Der lange, hoch⸗ gewachſene Abbé ſtand neben ihm auf einem Stuhl, und verſicherte, daß er die Spitzen des Zuges bereits in der Ferne ſich heraubewegen ſehe.
Das iſt das Glockengeläute von 1789, welches jetzt an unſer Ohr ſchlägt! ſagte Chamfort zu ſeinem


