durch das Schach des Königs gegen den Thurm von neuem öffnet. Ihre Königin iſt jetzt verloren, mein Herr, denn Sie müſſen aus dem Schach treten, und der Thurm, dieſe ſchöne Volksfigur, rückt nun, ge⸗ ſchützt durch den Springer, ganz nahe zu Ihnen hin⸗ unter, und bringt Ihrem König abermals ein don⸗ nerndes Schach auf den Hals.
Ich ſehe es wohl, Sie ſind ein gefährlicher Spie⸗ ler, rief der Abbé unwillig. Was bleibt mir da noch übrig, als mich Ihnen gefangen zu geben? Am Ende iſt Ihre demokratiſche Angriffsweiſe die richtige, und ich würde mich noch zu ihr bekennen, wenn ſie mit weniger Tumult auftreten könnte, und nicht einem ge⸗ wiſſen blutigen Zerſtörungstrieb ſich von vornherein zuzuneigen ſchiene.
Sie ſpielen auf die blutigen Volksauftritte an, welche vor einigen Tagen in Paris ſtattgefunden ha⸗ ben? fragte Chamfort, indem ſeine Angen blitzend zu leuchten begannen. Glauben Sie mir, dieſe armen Arbeiter der Vorſtädte Saint⸗Antoine und Saint⸗ Marcean, die das Haus des Fabrikanten Réveillon in Brand geſteckt haben, ſind dabei nur als Werkzeng einer gewiſſen Intrigne gemißbraucht worden. Dieſer Réveillon mag nun mit Recht oder mit Unrecht als Ariſtokrat verſchrieen geweſen ſein, das Volk würde ſich ſchwerlich um ihn bekümmert haben, wenn es nicht durch die geldſpendenden Agenten des Herzogs von Orléans dazu aufgereizt worden wäre.
Wie, entgegnete Cerutti lebhaft. Sie glauben in der That, daß der Herzog ein Intereſſe daran gefun⸗ den haben könnte, Aufſtände des Pöbels in der Haupt⸗ ſtadt organiſiren zu laſſen?
Ich glaube es nicht nur, fondern ich weiß es, er⸗ wiederte Chamfort. Ich habe die Agenten des Her⸗ zogs geſehen, welche Geld unter jene Arbeiter⸗Be⸗
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