Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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nehmer eines ihnen verhaßten Schauſpiels gemacht zu werden.

Emilie, in ſich ſelbſt ſchwaukend und zaghaft, wußte daher der ſie beſtürmenden Menge keinen Widerſtand entgegen zu ſetzen. Vielleicht waren es auch die eige⸗ uen geheimen Wünſche ihres Herzens, die es ihr ſchwer machten, dem Volke mit der Entſchiedenheit entgegen zu treten, die ſonſt in ihrem Charakter ge⸗ legen hätte. Sie ſchien daher widerſpruchslos Alles zu dulden, was man über ſie beſtimmen wollte, und ſo beſtieg ſie den Wagen, den man ihr hatte anſpan⸗ nen laſſen und in welchem ſie nun, unter dem Geleit der ihr nachziehenden Menge, hier zu dieſer wunder⸗ baren Begegnung mit dem noch immer geliebten Maune eingetroffen war.

Mirabeau war in der gränzenloſen Ueberraſchung, welche ihm dieſer Anblick bereitet, von dem über den Häuptern des Volkes ſchwebenden Seſſel herabge⸗ ſprungen. Faſt wider ſeinen Willen hatten ihn ſeine erſten Schritte zu dem Wagen hingezogen, in welchem Emilie bewußtlos zuſammengeſunken war. Ihr bleiches Geſicht, das noch immer alle Spuren der ehemaligen großen Schönheit an ſich trug, gemahnte ihn mit hin⸗ reißender Gewalt an die ſtürmiſchen und verworrenen Zeiten ſeiner Jugend.

Er wollte zu dem Wagen hinaufſteigen, um ſie in ſeine Arme zu ſchließen und ſich um die Ohnmächtige zu bemühen. Da bemerkte er auf dem Kutſchbock des Wagens ſeinen Freund und Compagnon Le Tellier, der ihm mit ſeinen ſchlau lächelnden Blicken eifrig zunickte, und ihm damit zu erkennen zu geben ſchien, daß dieſe Expedition nach Schloß Marignane beſon⸗ ders ſein Werk geweſen. Von dieſer Wahrnehmung fühlte ſich Mirabeau plötzlich wie abgekühlt und ent⸗ nüchtert. Es fiel ihm ein, daß ſeine Schweſter in der