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ihr gerade in dieſem Augenblicke zu begegnen, und er verſuchte deshalb, die Männer, auf deren Schultern er ſich befand, zu einer Abbiegung von der Straße zu bewegen. Aber ſeine Wünſche, die er mit einem lei⸗ ſen Wort zu erkennen gab, ſchienen entweder nicht verſtanden zu werden, oder man folgte einer beſtimm⸗ ten Abſicht, indem man ihn mit beſchleunigten Schrit⸗ ten auf den Wagen zuführte, in welchem ſeine geſchiedene Gattin, die Gräfin Emilie von Mirabeau, ihm gegen⸗ über ſaß. Emilie ſtreckte mit einem durchdringenden Schrei die Arme nach ihm aus, und ſank dann, indem ihre Wangen mit einer Todesbläſſe ſich bedeckten, ohn⸗ mächtig in den Wagen zurück.
Das Volk war in der wunderbaren Bewegung ſeines Gemüths auch auf den Gedanken gekommen, dieſe Wiederbegegnung der beiden getrennten Gatten zu veranſtalten. Es hatte ſich eine unternehmende Schaar, mit einer förmlich dazu erwählten Deputation an ihrer Spitze, vor einer Stunde zu dem Schloß Marignane hinausbegeben, und an die Gräfin Mira⸗ beau die Aufforderung gerichtet, mit ihnen in die Stadt hereinzukommen, und dem Grafen Mirabeau die Hand zur Verſöhnung und zur Wiedervereinigung mit ihm zu bieten, denn einen Feind Mirabeau's dürfe es in der Provence nicht mehr geben!*)
Emilie hatte ſich faſt allein auf dem Schloſſe be⸗ funden, da ihr Vater, der Marquis von Marignane, wie überhaupt der ganze Adel von Aix, an dieſem Tage, der für die ſeierliche Einholung des Grafen Mirabean beſtimmt worden, es vorgezogen, ſich in die Nachbarſchaft zu entfernen, um nicht zum Zeugen und vielleicht zum widerwilligen und bedrohten Theil⸗
*) Montigny III. 425.


