Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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bald geſchloſſen haben ſollte, und dann mit allem

Feuer und aller Kraft, deren nur die deutſche Pveſie fähig iſt. Ich habe ſchon die Ode in ſapphiſchem Versmaße begonnen, und ſobald die erwarteten Trauer⸗ nachrichten aus Sansſouci herüber klingen werden, wird mein Gedicht in die Druckerei wandern und hoffentlich das erſte ſein, das in einem deutſchen Blatte erſcheint.

Alſo ſo eilig habt Ihr es ſchon? rief Mirabeau überraſcht. Nun, dann iſt es auch die höchſte Zeit, daß Ihr Euch mit meinem Briefe auf den Weg macht, denn es iſt meine Abſicht, den König noch lebend zu ſehen. Eilet daher, und nehmt eine Extrapoſt auf meine Koſten, und zahlt an den Poſtillon ſo viel Trinkgelder, als Ihr wollt, damit er Euch im Fluge nach Potsdam bringe. In Sansſouci laßt Ihr Euch bei Einem der Adjutanten Seiner Majeſtät melden, und ſagt, daß Ihr von dem Grafen von Mirabeau aus Paris kommt, welcher bäte, dieſen Brief unmit⸗ telbar in die Hände des Königs niederlegen zu wollen. Ihr könnt auch hinzufügen, Freund, daß der Graf Mi⸗ rabeau ein Paquet mit Büchern aus Paris mitgebracht hat, welche dem Könige von ſeinen dortigen Freunden geſchickt würden. Ich bedarf zu dieſem Auftrag eines zuverläſſigen Mannes, der in Sansſonei Beſcheid weiß, da mein Diener, der kein Wort Deutſch verſteht, ſich auch ſonſt durch ſeine Ungeſchicklichkeit nicht dazu eignet. Und Eure gute Miene flößt mir in der That das größte Vertrauen ein.

Unter tiefen Verbeugungen nahm der dienſtwillige Mann den Brief, verſprach die ungeſäumte Beförderung deſſelben, und wollte ſich entfernen, als Mirabeau ihn in der Thür noch einmal zurückrief.

Ich wollte Euch noch einen Vorſchlag machen, Freund, ſagte der Graf, der ſich auf Eure Eigenſchaft