Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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dieſen grimmigen Feind nicht mehr ab. In der That, man hört ſeit einigen Tagen die ſchlimmſten Nach⸗ richten über das Befinden des Königs.

So hätte ich wohl wenig Ausſicht, von ihm empfan⸗ gen zu werden, wenn ich mich zum Beſuch bei Euerem König melden ließe? fragte Mirabean, ſich zum Wei⸗ tergehen anſchickend, indem er ſeinen Gefährten durch Berührung ſeines Armes zur Fortſetzung des Weges veranlaßte.

Er ſoll in der letzten Zeit faſt gar keine Fremden mehr vor ſich gelaſſen haben, erwiederte Meiſter Sommerbrodt. Aber da Ihr ein Franzoſe ſeid, ſo ſteht das Ding für Euch ganz anders. Ihr Franzo⸗ ſen ſeid immer vornehme Herren, und man fühlt ſich geſchmeichelt, wo Ihr einſprecht. Ihr müßt etwas Beſonderes an Euch haben, oder mit einer Zauber⸗ ſalbe beſtrichen ſein, durch die Ihr Jedem gut zuriecht, ſobald Ihr Euch nur wo blicken laſſet. Und ſo riecht Euch auch der alte Fritz noch immer gern, denn ich wette, einem Franzoſen würde er noch Audienz geben, ſelbſt wenn er auch ſchon im Sterben läge.

Und in der That, flößt der Zuſtand ſeiner Ma⸗ jeſtät auch der berliner Bevölkerung bereits Beſorg⸗ niſſe ein? fragte Mirabeau geſpannt.

Ich kann Euch ſagen, entgegnete der Meiſter mit einer geheimnißvollen Gebärde, daß es drüben in Sansſonci allerdings ſehr ſchlecht ſteht. Wenn Ihr nachher vor dem Hauſe des Miniſters von Hertzberg etwas auf mich warten wollt, ſo werde ich Euch die zuverläſſigſten Nachrichten darüber herunterbringen kön⸗ nen. Se. Excellenz befindet ſich heut in Berlin, und iſt immer ſehr gnädig gegen mich. Wir haben ſchon manchen politiſchen Diskurs miteinander geführt, und er ſagt mir Alles, was ich nur von ihm wiſſen will. Denn ein Anderer möchte nicht ſo leicht etwas Ge⸗