Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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ihren Armen ſchützt, iſt eine provencaliſche Bäuerin, die ihre ſtarke Lebenswärme auf ihn ausathmet.

Aber ich will Dir ſagen, warum ich ſo eile auf dieſer Reiſe, fuhr er nach einer Pauſe fort, in der ſeine Augen mit einem mächtigen, ernſten Aufblick zu den Sternen über ſeinem Haupte ſich wandten. Ich reiſe darum ſo raſch und unaufhaltſam, weil die großen Männer dieſer Erde den Sternen des Himmels gleichen. Jetzt glauben wir ſie noch zu ſehen, und neigen uns anbetend vor ihrem ſtrahlenden Sein in den Staub. Aber in demſelben Augenblick ſchwinden ſie ſchon über uns dahin mit all ihrer flammenden Größe, und ehe wir es denken, ſind ſie untergegangen, und wir ſehen ſie nicht mehr.

Henriette lehnte ihren Kopf an ſeine Bruſt und ſah ihm aufmerkſam forſchend in die Augen.

Du blickſt mich verwundert an, ſprach er weiter, und Du ahnſt nicht, daß ich von einem großen König im Norden ſpreche, zu deſſen Hauptſtadt wir jetzt dieſe Reiſe machen. Es iſt Friedrich der Große, und man glaubte in Paris ſchon bei unſerer Abreiſe, daß er im Sterben läge, und daß die Augenblicke ſeines Stun⸗ denglaſes gezählt ſein würden. Wir eilen jetzt Tag und Nacht zu ihm, denn mich verlangt, ihn vor ſei⸗ nem Hinſcheiden noch zu ſehn. Es bringt Segen, von den Augen großer Männer getroffen zu werden. Das wirft einen Sternenglanz in unſere Seele, der nie erliſcht. Die Lage Europas wird und muß ſich än⸗ dern, ſobald Friedrich ſeine Augen geſchloſſen hat. Vielleicht bedeutet ſchon dieſes Nordlicht, weiches ſich dort in der Ferne des Horizonts gebildet zu haben ſcheint, mit ſeinen dunkelrothen Flammen den Krieg und den Aufruhr, der ſich bald in ganz Europa ent⸗ zünden wird. Wir müſſen wiſſen, wie Frankreich ſteht, und darum eil wir nach Berlin. Unſer Gonverne⸗

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