Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

öffnen und dem Grafen Mirabeau beim Ausſteigen behülflich zu ſein.

Mirabeau verlangte ſogleich mit ſeiner gewaltig ſich erhebenden Stimme nach dem Poſthalter, und als derſelbe zögernd und ängſtlich hervortrat, wurde ihm der Befehl zugedonnert, einen andern Poſtillon zu ſtellen, oder dieſen, der in feiger Flucht und wider den Willen der Reiſenden mit ihnen den Rückweg angetreten, zur ſofortigen Fortſetzung der Reiſe zu veranlaſſen.

Der Poſtillon betheuerte mit herzhaften Flüchen, daß er denſelben Weg nicht wieder zurückfahren werde, da der Wald voll von Räubern und Mördern ſtecke, und er ſein Leben und ſeine Pferde nicht auf's Spiel

ſetzen könne. Vergebens wurde ihm vorgeſtellt, daß

ein weiterer Anfall unmöglich zu befürchten ſei, da die Räuber annehmen müßten, daß inzwiſchen eine An⸗ zeige geſchehen wäre, und ſich deshalb vor der ihnen drohenden Verfolgung zurückgezogen haben würden. Der Menſch aber verharrte bei ſeiner Weigerung, und der Poſthalter, der ihm nur mit ſehr gelinden Vorſtellungen entgegentrat, erklärte bald darauf, daß die Fortſetzung der Reiſe erſt in einigen Stunden geſchehen könne, weil der Wagen, der bei der Eile des letzten Weges an den Rädern beſchädigt worden, einer Ausbeſſerung dringend bedürfe, wenn nicht die Sicherheit der Reiſenden gefährdet werden ſolle. Mirabeau mußte ſich, obwohl unter den heftigſten Zornausbrüchen, in dieſes neue Hinderniß finden. Die Wärterin mit Coco wurde ſo lange in der Poſt⸗ ſtube untergebracht, die aber kaum noch für andere Perſonen einen ausreichenden Raum darzubieten ſchien. Mirabeau und Henriette zogen es daher vor, im Freien zu bleiben, und ungeachtet der ſchneidenden