Teil eines Werkes 
3. Theil (1860)
Entstehung
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können, Mirabeau? Du haſt gewiß große und mäch⸗ tige Feinde in Paris zurückgelaſſen, aber ich kann nicht begreifen, warum gerade die Damen auf Dich ſollten ſchießen laſſen? Nein, mein Freund, das bildeſt Du Dir blos ein, daß ſie Dir auch noch auf dieſe Weiſe nachſtellen ſollten. Und leider hätten ſie es nicht ein⸗ mal nöthig, denn Du biſt gar nicht ſo ſchlimm gegen ſie, Mirabeau. Du weißt, wie oft ich deshalb mit Dir geſchmollt habe, mein Freund.

Sie bemerkten aber in dieſem Augenblick zu ihrer Verwunderung, daß der Wagen umgekehrt war und mit einer fürchterlichen Eile einen Feldweg einſchlug, der zu dem Orte, von dem ſie vor Kurzem ausge⸗ fahren waren, zurückzuführen ſchien. Mirabeau rief ſeinen Diener an, der aber nicht mehr neben dem Poſtillon auf dem Bocke ſaß, wo er bisher ſeinen Platz eingenommen hatte.

Der Poſtillon gab an, daß er ohne Säumen und auf dem nächſten Wege zu ſeinem Poſthauſe zurück⸗ zukehren beabſichtige, weil er den Wald nicht mehr für ſicher halte. Der Diener Mirabeau's ſchien ſich u Schrecken und Angſt auf die Flücht begeben zu aben.

Alle Ermahnungen und Scheltworte Mirabeau's vermochten nicht, den Poſtillon von ſeinem einmal ge⸗ faßten Entſchluß wieder abzubringen, und er jagte nur um ſo entſetzlicher von dannen, ſo daß die Beſorgniß entſtehen mußte, auf der ſchlechten Straße mit dem Wagen umgewotfen zu werden.

Und Du haſt einen beſtimmten Argwohn, daß eine Dame einen Mörder gegen Dich gedungen haben könnte? fragte Henriette wieder, die von der neuen Gefahr nicht beunruhigt zu werden ſchien, weil ſie den ihr ſo auf⸗ fallend erſchienenen Worten Mirabeau's ſeitdem in ſichtlicher Bewegung nachgedacht hatte. Zugleich ver⸗