Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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Neger anſah. Ihr Geſicht war ſchmal, blaß, wenn auch nicht ſchön, aber doch hübſch, und dazu beſaß ſie eine Stimme, welche gleich einem Glöckchen klang..

Viel! viel! antwortete der Gefragte und ſeine Hand zuckte unwillkürlich, denn dieſe wollte ſich auf die Stelle legen, wo das Herz ſitzt und bei Verliebten die Schmerzen ihr Weſen treiben.

Viel, ſagſt Du, Zamor? Miſter Werner iſt wohl ſehr krank? fragte von Neuem das Mädchen.

Ja, aber es iſt auch noch jemand Anders krank, Miß Betty!

Das Mädchen ſchwieg, denn ſie wollte nicht fragen, wer noch krank ſei, weil ſie wußte, daß er dann mitIch geantwortet hätte. Eine Pauſe trat ein, welche für Zamor unendlichen Reiz hatte, denn er heftete ſein feuriges Auge auf das Antlitz Betty's, als wollte er in ihre Seele ſehen.

Miß Betty, flüſterte er leiſe.

Was ſoll ich? verſetzte das Mädchen. Sie fing an ſchneller zu nähen und beugte ſich über ihre Arbeit, indem eine feine Röthe ihr Geſicht deckte.