132
„Ich muß—“ fuhr ſchirchtern Zamor fort.
„Nun—“ unterbrach ihn Betty und ſah ihn groß an.
Zamors Muth ſank, das hatte er nicht gehofft,
daß ſie ihn bei ſeiner Anrede anſehen würde und
was war das für ein Blick, als wenn ſie ſchon alles wüßte, was er ſagen wollte. Aber er faßte ſich ein Herz, trat an ſie näher heran und erhaſchte ihre Hand.— Einige Minuten wurde es ganz ſtille, manchmal zuckte die Hand Betty's, um ſich der Zamors zu entziehen, aber—
„Laß mich gehen, ich muß nähen, doch wenn Du meine Hand hältſt—“ lispelte das Mädchen.
„O,“ hauchte der Neger,„dann iſt's mir ſo wohl, Betty! Ich könnte Sie—“
Das Mädchen hob den Kopf ſchnell, Zamor ſenkte den ſeinigen, ſeine feurigen Lippen berührten die ihrigen, und— wie auf einen Schlag prallten ſie aus einander. Beide wußten nicht warum, wahrſcheinlich war es jenes Gefühl, das man Scham nennt, und alle zwei wie der Donner rührte.—
Ihre Hand war aus der ſeinigen und Betty


