Teil eines Werkes 
4 (1857) Gefangen und befreit : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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haft und auf Beſſeres gerichtet, als auf ſolchen Tand. Es macht mir manche trübe Stunde, daß Aurelie ſo viel Gefallen an dergleichen Narretheien findet, und wenn ich nicht von allen Seiten beſtürmt worden wäre, von allen Freunden und Freundinnen, auch von Polenz und von Profeſſor Sydow haſt Du den Profeſſor noch nicht geſehen? ſo würde ich auf keinen Fall hier tanzen laſſen.

Es iſt das unſchuldigſte Vergnügen, das ich kenne, erwiderte der Neffe.

So habe ich auch einmal geſagt, ſprach die Dame kopfſchüttelnd, aber glaube mir, Tanz iſt die wahre Pflanz⸗ ſchule aller Uebel. Du haſt nie gern getanzt.

Wenigſtens nicht gern viel.

Es iſt ein ſchönes Zeichen, fuhr die Präſidentin fort, daß jetzt ſo viele junge Männer frühzeitig eine Averſion gegen dies tolle Geſpringe bekommen. Ich bin leider zu einer Zeit jung geweſen, wo die ganze Welt von der Tarantel geſtochen war, und Menſchen in grauen Haaren ſich nicht ſchämten, wie die Böcke um⸗ herzuhüpfen. Dazu war mein ſeliger Herr ein echter Lebemann aus der alten Zeit; immer luſtig, immer nur bedacht der weltlichen Freude nachzujagen. Lieber Him⸗ mel! ich habe es auch nicht beſſer gewußt und davon

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