Teil eines Werkes 
2 (1857) Der Doppelgänger : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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Herbſt und der Winter vergingen Burgau traurig in ſeiner Einſamkeit. Er konnte ſeine Abenteuer nicht ver⸗ geſſen und die Geſtalten nicht los werden, welche ſich immer von Neuem aufdrangen. Vergebens hatte er Oekar'n angeſpornt, zu erforſchen, wohin Wernher und Sophie ſich begeben, und in jedem ſeiner Briefe gefragt, ob ſie noch nicht zurückgekehrt ſeien. Die beſtändige Antwort war, daß das Gartenhaus öde und der alte Gärtner der einzige Menſch ſei, der es bewohne. Da verlor der alte Herr den Muth, je wieder etwas von ſeinem wunderlichen Freunde und deſſen ſchöner Tochter zu hören, und als der Frühling kam, dachte er weniger an ihn und kehrte zu ſeinen früheren Freuden und Lebensgewohnheiten zurück.

Eines Tages aber begab es ſich, daß inmitten einer kleinen Geſellſchaft, die in Burgau's Hauſe verſammelt war, plötzlich der Poſtbote eintrat und einen Brief brachte, veſſen Aufſchrift ein freudiges Gefühl im Herzen des lten Herrn hervorrief. Von Georg Wernher! rief er, und Alle horchten auf, denn Burgau hatte ihnen einen

hten Theil von dem, was er erlebt, nicht verſchwiegen.

Als er den Brief mit Haſt aufriß, hingen daher die

Blicke der Geſellſchaft an dem Papiere, und als eine Karte heraus fiel, griffen zehn Hände danach und fingen ſie auf.