Teil eines Werkes 
2 (1857) Der Doppelgänger : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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ein großes Vermögen in kurzer Zeit erworben hatte, iſt in Folge der eingetretenen Kriſis eben ſo ſchnell um alles gekommen, was er beſaß. Da er ſeine Ver⸗ pflichtungen nicht erfüllen konnte, iſt er perſchwunden, hat aber Briefe zurückgelaſſen, welche ſeinen Selbſtmord außer Zweifel ſetzen. Der Körper des unglücklichen H. iſt geſtern mit zerſchmettertem Kopf in der Nähe gefun⸗ den worden.

Burgau ließ das Blatt fallen. Zitternd drückte er die Hände in die Augen, bis dieſe überſtrömten, und mit wankenden Schritten eilte er in ſeinen Gaſthof, packte ſeine Habſeligkeiten zuſammen und verließ die Hauptſtadt, nachdem er ſeinen Neffen beauftragt hatte, Hermann's kleine Schulden zu bezahlen, die Bücher und was ſonſt geblieben, als Andenken, zugleich aber als eine ſchreckliche Lehre zu betrachten, wohin ein edler Menſch durch Spiel gerathen könne. Der traurige Vorgang hatte auch auf den jungen Offizier einen bleibenden tiefen Eindruck gemacht. Er verſprach nicht allein dem alten Herrn Umkehr von allem Leichtſinn, ſondern er hielt auch Wort, und einige Monate ſpäter empfing Burgau die Verſicherung, daß ein ernſteres Streben in ſeinem Reffen erwacht ſei, durch deſſen Entſchluß, ſich in die Kriegsſchule aufnehmen zu laſſen. Aber der