Teil eines Werkes 
2 (1857) Der Doppelgänger : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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ſehen, daß ich Recht hatte, mich in Beſitz dieſes todten und doch ſo lebenbringenden Metalles zu ſetzen.

Und nun? fragte Sophie, ihm die Hand reichend.

Nun, ſagte er, ſich aufrichtend, komme ich arm, wie ich war, denn meine Mühen ſind vergebens geweſen. Was das Glück gab, hat es mir genommen.

O, Gott ſei Dank! rief Sophie, ihn in ihre Arme ſchließend. Es war ein grauſames Spiel mit dir ſelbſt,

ein ſchrecklicher Traum, mein armer Freund! Nun biſt

du erwacht und geneſen.

In dieſem Augenblicke trat Wernher zwiſchen Beide und trennte ſie. Ich zweifle nicht, ſagte er, daß du die Wayrheit geſprochen haſt, aber deine Bekenntniſſe öffnen einen Abgrund böſer Neigungen und innerer Verderbtheit vor meinen Blicken. Eitelkeit, Habſucht und kindiſche Verblendung haben dich zu den ſchwerſten Irrthümern verleitet, und ein Menſch, der ein Jahr lang die, welche ihn über Alles liebten, ſo betrügen konnte, wie du es

thateſt, hat dieſe Liebe frevelhaft verſcherzt. Geh, fuhr

er fort, und betritt dieſen Garten nie wieder. Denke dir, daß es das Paradies war, aus welchem deine Sünden dich vertrieben. Der Cherub mit dem Flammen⸗ ſchwerte, welcher an dieſer Pforte Wache hält, ſei