Teil eines Werkes 
2 (1857) Der Doppelgänger : Roman / von Theodor Mügge
Entstehung
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8.

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vor ihm ſtand. Alle kennen deinen Doppelgänger, ſagte er, kennſt du ihn etwa auch?

Nach einem Augenblicke der Stille antwortete Her⸗ mann ein lautes, feſtes Ja.

Ja? du kennſt ihn und haſt uns nie davon erzählt?

fuhr der Fragende fort. Was haſt du, was geht in

dir vor?

Er legte die Hand auf Hermann's Arm, der den Blick zur Erde richtete und keine Antwort gab.

Laß ihn los, ſagte Burgau ängſtlich, und denke, es giebt Fragen und Lebensverhältniſſe, welche kein Menſch ſelbſt denen, die ihm zunächſt in der Welt ſtehen, ver⸗ trauen kann.

Nein, entgegnete Hermann, den Kopf erhebend und mit ſanfter Gewalt Sophien an ſich ziehend, ich bin es müde, zu lügen und Täuſchungen zu erſinnen, deren Qualen mich erdrücken. Ich bedarf der Anklage auch in dieſer Stunde eben ſo wenig mehr, wie des Mit⸗ leids, und waren Sie, meine Herren, nicht in dieſer Minute zwiſchen mich und mein Bekenntniß getreten, ſo würdeſt du, meine geliebte Sophie, und du, mein Vater, gehört haben, daß jener Banquier und ich Eine und dieſelbe Perſon ſind.

Es iſt nicht wahr! rief Sophie, ſich aus ſeinen

kur