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Zügen. Sein Athem ſtockte, ſein Blut erhob ſich. Er ſchien eine Leiche zu ſein, an der man Flügel fühlt.
Er gab Coſette ein Zeichen, ſich zu nähern, dann Marius; es war offenbar die letzte Minute, und er ſprach ſo leiſe, daß es ſchien, als töne ſeine Stimme aus der Ferne, als ſei eine Mauer zwiſchen ihm und ihnen auf⸗ geführt.
„Tritt näher, tretet beide näher. Ich liebe Euch ſehr. Oh, es iſt gut, ſo zu ſterben! Du liebſt mich auch, meine Coſette. Ich wußte wohl, daß Du immer Freundſchaft für Deinen guten Alten fühlteſt. Wie freundlich es von Dir iſt, daß Du mir das Kiſſen untergeſchoben haſt! Du wirſt mich ein wenig beweinen, nicht wahr? Nicht zu ſehr. Ich will nicht, daß Du wirklich Kummer haſt. Ihr müßt Euch gut unterhalten, meine Kinder.“
„Ich habe vergeſſen, Euch zu ſagen, daß man an den Schnallen ohne Dornen noch mehr gewinnt, als an allen übrigen. Das Groß, zwölf Dutzend, koſtet zehn Francs und wurde für ſechzig verkauft. Es iſt wirklich ein guter Handel. Sie dürfen ſich daher nicht über die ſechshundert⸗ tanſend Francs wundern, Herr von Pontmerch. Es iſt red⸗ lich verdientes Geld. Sie können mit Ruhe reich ſein. Sie müſſen eine Equipage haben, von Zeit zu Zeit eine Loge im Theater, ſchöne Balltoiletten, meine Coſette, und dann Ihren Freunden gute Mahlzeiten geben und ſehr glücklich ſein. Ich ſchrieb ſo eben an Coſette. Ihr werdet meinen Brief finden. Euch hinterlaſſe ich die beiden Leuchter, die auf dem Kamine ſtehen. Sie ſind von Silber; aber für mich ſind ſie von Gold, von Diamanten; ſie verwandeln die Lichter, die man darauf ſteckt, in Altarkerzen. Ich weiß nicht, ob der, welcher ſie mir gab, dort oben zufrieden mit mir iſt. Ich that, was ich vermochte. Meine Kinder, Ihr werdet nicht vergeſſen, daß ich ein Armer bin; Ihr werdet mich in dem erſten beſten Erdwinkel begraben laſſen, unter einem


