Teil eines Werkes 
5. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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ließe mich von ihren Erdbeeren eſſen, ich pflückte ihr von meinen Roſen. Das wäre reizend. Nur

Er unterbrach ſich und ſagte dann ſanft:

Es iſt ſchade!

Die Thräne fiel nicht; ſie trat zurück und Jean Val⸗ jean erſetzte ſie durch ein Lächeln.

Coſette nahm die beiden Hände des Greiſes in die ihrigen.

Mein Gott, ſagte ſie, Deine Hände ſind noch kälter. Biſt Du krank? Leideſt Du?

Ich? Nein, erwiderte Jean Valjean;ich fühle mich ſehr wohl. Nur

Er hielt inne.

Nur

Was?

Nur werde ich ſogleich ſterben.

Coſette und Marius erbebten.

Sterben! rief Marius.

Ja, aber das iſt Nichts, ſagte Jean Valjean.

Er athmete, lächelte und fuhr fort:

Coſette, Du ſprichſt zu mir, fahre fort, ſprich weiter, Dein kleines Rothkelchen iſt alſo todt, ſprich, daß ich Deine Stimme höre!

Marius blickte erſchrocken den Greis an.

Coſette ſtieß einen Schmerzensſchrei aus.

Vater! Mein Vater! Du wirſt leben. Du mußt leben. Ich will, daß Du lebſt, hörſt Du wohl!

Zean Valjean erhob mit dem Ausdruck der Anbetung den Kopf zu ihr.

Ach, ja, verbiete mir zu ſterben. Wer weiß? Viel⸗ leicht gehorche ich. Ich war im Begriff zu ſterben, als Ihr kamet. Das hat mich gehindert. Es war mir, als wecke ich wieder auf.

Sie ſind voll Kraft und Leben, rief Marius.Bil⸗