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„Ich habe die Wahrheit geſagt,“ erwiderte Jean Valjean.
„Nein,“ entgegnete Marius,„die Wahrheit, das iſt die ganze Wahrheit, und die haben Sie nicht geſagt. Sie waren Herr Madeleine; weshalb haben Sie das nicht ge⸗ ſagt? Ich verdanke Ihnen mein Leben, weshalb haben Sie das nicht geſagt?“
„Weil ich ebenſo dachte, wie Sie. Ich fand, daß Sie Recht hatten, ich mußte fort. Hätten Sie die Angelegenheit mit der Kloake gewußt, ſo würden Sie mich haben bei ſich behalten wollen. Ich mußte daher ſchweigen; hätte ich da⸗ von geſprochen, ſo würde das Alle in Verlegenheit geſetzt haben.“
„Wen ſollte es in Verlegenheit geſetzt haben?“ entgeg⸗ nete Marius.„Glauben Sie etwa, daß Sie hier bleiben dürfen? Wir nehmen Sie mit uns. O, mein Gott! wenn ich daran denke, daß ich nur durch Zufall das Alles erfah⸗ ren habe! Wir nehmen Sie mit uns. Sie bilden einen Theil von uns ſelbſt. Sie ſind Coſette's Vater und der meinige. Sie werden in dieſem abſcheulichen Hauſe keinen Tag länger zubringen. Bilden Sie ſich nicht ein, daß Sie morgen noch hier ſein werden.“
„Morgen,“ ſagte Jean Valjean,„werde ich nicht hier ſein, aber ich werde auch nicht bei Ihnen ſein.“
„Was wollen Sie damit ſagen?“ entgegnete Marius. „O, wir erlauben keine Reiſe mehr. Sie dürfen uns nicht wieder verlaſſen, Sie gehören uns. Wir laſſen Sie nicht los.“
„Diesmal iſt es ganz gewiß ſo,“ fügte Coſette hinzu. „Wir haben unten einen Wagen. Ich entführe Sie. Muß es ſein, ſo wende ich Gewalt an.“
Und lachend machte ſie eine Bewegung, als wollte ſie den Greis auf ihre Arme nehmen.
„Ihr Zimmer iſt noch immer in unſerem Hauſe für


