Teil eines Werkes 
5. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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weiter? Iſt das ſeine Schuld? Herr Boulard, den ich gekannt habe, ging nie ohne Buch aus; auch er hatte immer ſo einen Band an das Herz gedrückt.

Und grüßend ſagte er mit lauter Stimme:

Herr Tranchelevent

Der Vater Gillenormand ſagte dies nicht abſichtlich. Auch die Unaufmerkſamkeit auf die Eigennamen war bei ihm eine ariſtokratiſche Eigenthümlichkeit.

Herr Tranchelevent, ich habe die Ehre, Sie für mei⸗ nen Enkel, den Herrn Baron Marins von Pontmercy, um die Hand dieſes Fräuleins zu bitten.

Herr Tranchelevent verneigte ſich.

Es iſt abgemacht, ſagte der Großvater.

Und ſich zu Marius und Coſette wendend, die Arme ausſtreckend und ſie ſegnend, rief er:

Erlaubt mir, Euch zu lieben!

Sie ließen ſich das nicht wiederholentlich ſagen; das Ge⸗ flüſter begann. Sie ſprachen leiſe miteinander. Marius auf ſein Ruhebett geſtützt, Coſette neben ihm ſtehend.

O mein Gott, flüſterte Coſette,ich ſehe Sie wie⸗ der! Du biſt es, Sie ſind es. Und ſich ſo zu ſchlagen! Aber weshalb denn? das iſt entſetzlich. Vier Monate lang bin ich todt geweſen. O, wie boshaft iſt es, bei dieſer Schlacht geweſen zu ſein! Was heatte ich Ihnen denn ge⸗ than? Ich verzeihe Ihnen, aber Sie werden es nicht wieder thun. Sveben, als man uns ſagte, daß wir hierher kommen ſollten, glaubte ich wieder, ich müßte ſterben, aber diesmal vor Freude. Ich war ſo traurig! Ich habe mir nicht die Zeit gelaſſen, mich anzukleiden; ich muß Furcht einflößen. Was werden Ihre Verwandten dazu ſagen, daß ich einen ganz zerdrückten Kragen habe? Aber ſo ſprechen Sie doch! Sie laſſen mich ganz allein reden. Wir ſind noch im⸗ mer in der Rue de lHomme⸗Armé. Es ſcheint, als ob Ihre Schulter noch ſehr leidend ſei. Man hat mir geſagt, man

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