Teil eines Werkes 
5. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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erklären, daß zur Charpie der Batiſt nicht ſo gut ſei, wie grobe Leinwand und neue Leinwand nicht ſo gut wie alte.

Er wohnte jedem Verbande bei, während Fräulein Gillenor⸗

mand ſich ſchamhaft deſſen enthielt. Wenn man das todte Fleiſch mit der Scheere herausſchnitt, ſagte er:oh weh! o weh! Nichts war rührender, Zeuge zu ſein, wenn er voll Zärtlichkeit dem Verwundeten einen Trank reichte. Er überhäufte den Arzt mit Fragen. Er bemerkte es nicht, daß er dabei täglich dieſelben wiederholte.

An dem Tage, an welchem der Arzt ihm ſagte, daß Marius außer Gefahr ſei, gerieth der gute Alte in Wahn⸗ ſinn. Er gab ſeinem Portier drei Louisd'ors als Vergüti⸗ gung. Abends, als er in ſein Zimmer zurückkehrte, tanzte er eine Gavotte, indem er ſeinen Daumen und Zeige⸗ finger als Caſtagnetten benutzte und ſang ein luſtiges Liebesliedchen.

Dann kniete er an einen Stuhl nieder und Basque, der ihn durch die halbgeöffnete Thür beobachtete, glaubte überzeugt zu ſein, daß er bete. Bisher hatte er nicht an Gott geglaubt.

Bei jeder neuen Phaſe des Beſſerbefindens, das ſich mehr und mehr zeigte, beging der Großvater ſogar noch Ausſchwei⸗ fungen. Er ſtieg die Treppen hinauf und hinab, ohne zu wiſſen weshalb. Eine übrigens ganz hübſche Nachbarin war eines Morgens im höchſten Grade verwundert, als ſie ein großes Bouquet empfing, es war Herr Gillenormand, welcher es ihr ſchickte. Der Ehemann machte eine Eifer⸗ ſuchtsſcene. Herr Gillenormand verſuchte es, Nicolette auf ſeinen Schooß zu ziehen. Er nannte Marius Herr Baron. Er rief: es lebe die Republik!

Jeden Augenblick fragte er den Arzt:nicht wahr, es iſt keine Gefahr mehr? Er ſah Marius mit den Augen einer Großmutter an. Er ließ ihn nicht aus den Augen, wenn er. Er kannte ſich nicht mehr, und brüſtete ſich nicht mehr.