Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hnen egriff icher. ihm; eſem die dieſe atte, nnte, ein chen Er

aus löſt. nehr

in der ungeheuren blauen Scheibe des Firmaments zu erblicken.

Was in Javert vorging, war eine Seele, die aus dem Geleiſe kam, die Vernichtung einer unwiderſtehlich in gerader Linie fortſtürmenden Rechtſchaffenheit, die gegen Gott zer⸗ trümmert. Wahrlich, das konnte als etwas Eigenthümliches gelten, daß der Heizer der Ordnung, der Mechaniker der Autorität auf dem blinden eiſernen Pferde reitend, durch einen Blitzſtrahl aus dem Sattel geworfen werden konnte!

Daß Gott ſtets in dem Innern des Menſchen waltet, daß das wahre Gewiſſen dem falſchen entgegenſetzt, daß er dem Funken verbietet, zu erlöſchen, begriff Javert das Alles? Erkannte er es? Gab er ſich davon Rechenſchaft? Offenbar nein. Allein unter dem Drucke dieſes Unbeſtreitbaren und Unbegreiflichen fühlte er ſein Inneres ſich öffnen.

Er war weniger der Verwandelte, als das Opfer dieſes Mundes. Er ergab ſich demſelben, außer ſich. Er erblickte in dem Allen nur eine unendliche Schwierigkeit, zu ſein. Es ſchien ihm, als müßte von jetzt an ſein Athem ewig beengt ſein.

Auf ſeinem Haupt den Druck des Unbekannten zu fühlen, das war er nicht gewöhnt.

Alles, was er bisher über ſich gefühlt hatte, war für ſeinen Blick eine glatte, einfache, durchſichtige Oberfläche geweſen; da gab es nichts Unbekanntes, nichts Dunkles, Alles war beſtimmt, geordnet, deutlich, genau, begrenzt, feſt, Alles vorausgeſehen; die Autorität war eine eherne Sache; kein Sturz in ihr, tein Schwindel vor ihr. Javert hatte nie etwas Unbekanntes geſehen, als von unten. Das Unregelmäßige, das Unerwartete, das Chaos, das mögliche Hinabgleiten in einen Abgrund, war die Sache der unteren Regionen der Rebellen und der Elenden. Jetzt warf

Javert ſich zurück und er wurde entſetzt durch den uner⸗ hörten Anblick: ein Abgrund nach oben?