Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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man eines Tages einen Kreis um ihn bildete, um ſich zu wundern und ihn zu bewundern, ſo ſchön war dies Kind. Es war ein Kopf, wie man ſie nur auf Gemälden ſieht. Ich redete ihn barſch an und flößte ihm Furcht ein mit meinem Stock, aber er wußte wohl, daß das nur zum Lachen war. Morgens, wenn er in mein Zimmer trat, brummte ich, aber er machte auf mich die Wirkung der aufgehenden Sonne. Man kann ſich gegen ſolche Kinder nicht vertheidigen. Sie packen einem und laſſen einem nicht wieder los. Die Wahrheit iſt, daß es keinen Amor geben kann, wie dieſes Kind da. Was ſagen Sie jetzt zu ihrem Lafayette, Ihrem Benjamin Conſtant, Ihrem Tirecuir de Corcelles, die ihn mir tödteten! Das kann nicht ſo hingehen.

Er näherte ſich Marius, der noch immer bleich und regungslos da lag, zu dem auch der Arzt zurückgekehrt war, und er rang wieder die Hände. Die bleichen Lippen des Greiſes bewegten ſich unwillkürlich und ließen, wie fröſtelnd, die kaum verſtändlichen Worte hindurch:Ha, Herzloſer! Ha, Clubiſt! Ha, Ungeheuer! Ha, Septem⸗ briſeur! Leiſe Vorwürfe eines Sterbenden an eine Leiche.

Nach und nach kehrten die Worte, welche dem inneren Ausbruch entſprangen, im Zuſammenhange zurück, aber der Greis ſchien nicht mehr die Kraft zu haben, ſie auszu⸗ ſprechen; ſeine Stimme war ſo dumpf und erloſchen, daß es ſchien, als ertönten die Worte von dem entgegengeſetzten Rande eines Grabes:

Es iſt mir gleich; ich werde auch ſterben. Und zu ſagen, daß in Paris keine Griſette iſt, welche glücklich geweſen wäre, das Glück dieſes Elenden zu machen! Ein Narr, der, ſtatt ſich zu amüſiren und das Leben zu genießen, ſich geſchlagen hat und ſich erſchießen ließ, wie ein Thier! und für wen? Für die Republik! Statt in der Chaumiere zu tanzen, wie das die Fflicht der jungen

Leut

niſſe ſchö

das