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„Er iſt todt, nicht wahr?“
Von der höchſten Beſorgniß ergriffen, bewahrte der Arzt das Schweigen.
Herr Gillenormand rang mit entſetzlichem Lachen die Hände.
„Er iſt todt! Er iſt todt! Er hat ſich auf der Barrikade tödten laſſen! Aus Haß gegen mich! Gegen mich hat er das gethan! Ha, Blutſauger! So kommt er zu mir zurück! Elend meines Lebens, er iſt todt!“
Er ging zu einem Fenſter, riß es auf, als ob er er⸗ ſticken wollte, und aufrecht vor der Dunkelheit ſtehend, rief er in der Nacht die Straße hinab:
„Durchbohrt, niedergeſäbelt, erwürgt, vernichtet, zer⸗ riſſen, in Stücke gehauen! Man ſehe nur den Schuft! Er wußte wohl, daß ich ihn erwartete, daß ich ſein Zimmer hatte in Ordnung bringen laſſen und daß ich ſein Bild, aus der Zeit, wo er noch ein kleines Kind war, an das Kopfende meines Bettes hatte hängen laſſen! Er wußte wohl, daß er nur zurückzukehren brauchte, daß ich ihn ſeit Jahren rief, daß ich Abends an meinem Feuer ſaß, die Hände auf die Kniee geſtützt, ohne zu wiſſen, was ich an⸗ fangen ſollte und daß ich ganz närriſch wurde! Du wußteſt wohl, daß Du nur zurückzukommen und zu mir zu ſagen brauchteſt: Ich bin es!— Und daß Du dann der Herr des Hauſes ſein würdeſt, daß ich Dir gehorchte und daß Du Alles, was Du wollteſt, mit Deinem alten Narren von Großvater machen könnteſt! Du wußteſt das Alles und ſagteſt zu Dir: Nein, er iſt ein Royaliſt, ich gehe nicht zu ihm! Und Du biſt auf die Barrikade gegangen und haſt Dich aus Bosheit tödten laſſen! Um Dich für das zu rächen, was ich Dir von dem Herrn Herzog von Berry geſagt hatte! Das iſt nichtswürdig! Man gehe nur zu Bett und ſchlafe ruhig! Er iſt todt! Das iſt mein Erwachen.“
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