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bedeckte Haut? hatten ſie den Schädel verletzt? Das konnte man noch nicht ſagen. Ein ernſtes Symptom war, daß ſie die Ohnmacht herbeigeführt hatten, und man erwacht nicht immer aus dergleichen Ohnmachten. Der Blutverluſt hatte überdies den Verwundeten erſchöpft. Der Unterkörper war durch die Barrikade geſchützt geweſen.
Basque und Nikolette machten Leinewand und Bandagen. Nikolette nähte ſie und Basque rollte ſie auf. Da es an Charpie mangelte, hatte der Arzt das Blut der Wunden einſtweilen durch Waſſer geſtillt. Neben dem Bett brannten drei Kerzen auf dem Tiſche, auf welchem die chirurgiſchen Werkzeuge ausgebreitet lagen. Der Arzt wuſch das Geſicht und die Haare Marius' mit kaltem Waſſer. Ein voller Napf wurde in einem Nu roth gefärbt. Der Portier leuchtete mit einem Lichte in der Hand.
Der Arzt ſchien trübe Gedanken zu hegen. Von Zeit zu Zeit machte er mit dem Kopfe eine verneinende Bewegung, als ob er auf eine Frage antwortete, die er innerlich an ſich richtete. Dergleichen geheimnißvolle Zwiegeſpräche des Arztes mit ſich ſelbſt ſind ein ſchlimmes Zeichen für' den Kranken.
In dem Augenblick, als der Arzt das Geſicht reinigte und leiſe mit dem Finger die noch immer geſchloſſenen Augenlider berührte, öffnete ſich im Hintergrunde des Salons eine Thür und eine lange, bleiche Geſtalt erſchien.
Es war der Großvater.
Der Aufſtand hatte ſeit zwei Tagen den Herrn Gille⸗ normand ſehr aufgeregt, erbittert und beſchäftigt. Er hatte die vorhergehende Nacht nicht ſchlafen können und den ganzen Tag über Fieber geklagt. Am Abend war er ſehr zeitig zu Bette gegangen, hatte befohlen, das Haus zu verſchließen und war dann aus Ermüdung eingeſchlafen.
Greiſe haben einen leichten Schlaf; das Zimmer des Herrn Gillenormand ſtieß an den Salon, und wie vorſichtig auch man verfahren war, hatte das Geräuſch ihn dennoch


