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„Laſſen Sie mich einen Augenblick bei mir eintreten. Dann mögen Sie mit mir anfangen, was Sie wollen.“
Javert blieb einige Augenblicke ſtumm, das Kinn in den Kragen ſeines Ueberrocks zurückgezogen; dann ließ er das Vorderfenſter herab. Er rief:
„Kutſcher, Rue de[Homme Armé Nr. 7.“
XI. Erſchütterung des Unerſchütterlichen.
Sie öffneten die Lippen den ganzen Weg nicht.
Was wollte Jean Valjean? Das vollenden, was er begonnen hatte, Coſette benachrichtigen, ihr ſagen, wo Ma⸗ rius war, ihr vielleicht noch eine andere nützliche Andeutung machen und, wenn er könnte, gewiſſe äußerſte Anordnungen treffen. Was ihm perſönlich anging, ſo war Alles vorbei; Javert hatte ihn ergriffen und er ſträubte ſich nicht gegen ihn; ein Anderer, wie er, würde in ſolcher Lage vielleicht an den Strick gedacht haben, den Thénardier ihm gegeben und an die Eiſenſtäbe ſeines erſten Kerkers, in den er ge⸗ führt werden würde; allein ſeit dem Biſchof empfand Jean Valjean vor jedem Attentat, wäre es auch gegen ſich ſelbſt, einen tiefen, religiöſen Widerſtand.
Der Selbſtmord, dieſe geheimnißvolle Bahn zu dem Unbekannten, welcher in gewiſſer Beziehung den Tod der Seele zur Folge haben kann, war für Jean Valjean un⸗ möglich. 6


