Teil eines Werkes 
5. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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hier wie auf der Meſſe, man bezahlt beim Austritt. Du haſt bezahlt, geh.“

Und er lachte.

Hatte er, indem er ſo einen Unbekannten mit Hülfe dieſes Schlüſſels Beiſtand leiſtete und einen Andern zur Thür hinausließ, die reine und eigennützige Abſicht, einen Mörder zu retten? Daran zu zweifeln, iſt wohl erlaubt.

Thénardier half Jean Valjean Marius wieder auf die Schulter nehmen, ſchritt dann auf den Spitzen der nackten Füße dem Gitter zu, gab Jean Valjean ein Zeichen, ihm zu folgen, blickte nach Außen, legte den Finger auf den Mund und blieb einige Sekunden wie in Erwartung ſtehen; nachdem er ſich überall umgeſehen hatte, ſteckte er den Schlüſſel in das Schloß. Die Thür öffnete ſich ohne Kreiſchen oder Knarren. Offenbar waren das Gitter und die Hespen ſorgfältig eingeölt und öffneten ſich wahrſcheinlich häufiger, als man geglaubt haben ſollte. Dieſes Schweigen hat etwas Finſteres; man ahnt darin verſchloſſenes Kommen und Gehen nächtlicher Menſchen, den Wolfſchritt des Ver brechens. Der Abzugskanal war offenbar der Mitſchuldige irgend einer geheimnißvollen Bande. Dieſes ſchweigende Gitter war ein Diebeshehler.

Thénardier öffnete das Gitter zur Hälfte, ließ Jean Valjean hindurch, zog die Thür wieder an, drehte den Schlüſſel zweimal in dem Schloß um und verſchwand in der Dunkelheit, ohne das geringſte Geräuſch zu machen. Er ſchien auf den Sammtpfoten des Tigers zu gehen.

Einen Augenblick darauf war dieſe abſchreckende Vor ſehung in die Unſichtbarkeit zurückgetreten.

Jean Valjean ſtand im Freien.