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heit, ſtets Geld bei ſich zu tragen. Das finſtere Leben, zu dem er gezwungen geweſen war, hatte ihn dies zum Geſetz gemacht. Diesmal indeß war er überraſcht worden. Ind em er am Abend zuvor ſeine Nationalgarde⸗Uniform anzog, hatte er, in ſeine finſteren Gedanken verſunken, ver geſſen, ſeine Brieftaſche zu ſich zu ſtecken. Er wendete dieſe Taſche um, die ganz von Koth durchnäßt war und ſchüt telte einen Louisd'or, zwei Fünffranesſtücke und fünf oder ſechs Sous heraus.
Thénardier ſtreckte die unterlippe mit einer vollen Bewegung des Halſes vor.
„Du haſt ihn nicht theuer umgebracht,“ ſagte er.
Er betaſtete mißtrauiſch die Taſchen Jean Val⸗ jean's und die Taſchen von Marius. Jean Valjean, der nur daran dachte, dem Lichte den Rücken zuzuwenden, ließ ihn gewähren. Während Thénardier Marius Kleider be⸗
fühlte, fand er mit der Geſchicklichkeit eines Taſchenſpielers
das Mittel, ohne daß Jean Valjean es bemerkte, ein Stück von derſelben abzureißen, das er unter ſeiner Blouſe ver⸗ barg, indem er wahrſcheinlich dachte, daß dieſes Stückchen Zeug ihm ſpäter dazu dienen könnte, den ermordeten Men⸗ ſchen und den Mörder wiederzuerkennen. Uebrigens fand er weiter nichts, als die dreißig Francs.
„Es iſt wahr,“ ſagte er,„da Einer den Andern trug, habt ihr nichts weiter als das.“
Und, ſeine frühere Aeußerung: Halbpart vergeſſend, nahm er Alles.
Vor den Sous zögerte er ein Wenig. Nach einiger Ueberlegung nahm er ſie indeß auch, indem er nur meinte:
„Gleichviel! Das heißt die Menſchen zu wohlfeil umbringen!“
Nachdem er dies gethan hatte, zog er den Schlüſſel wieder unter der Blouſe hervor.
„Jetzt, Freund,“ ſagte er,„mußt Du hinaus. Es iſt
hier hoſt


