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Enjolras, der als Chef nimmer ſelbſt thun durfte, was er ſagte, befeſtigte an dieſer Stange den durch⸗ löcherten und blutigen Rock des getödteten Greiſes.
Eine Mahlzeit war nicht möglich. Es gab weder Brod noch Fleiſch. Die fünfzig Menſchen der Barrikade, welche ſeit ſechzehn Stunden hier waren, hatten ſchnell die geringen Vorräthe des Cabarets erſchöpft. In einem gegebenen Augenblicke wird jede Barrikade, die ſich hält, unvermeidlich dem Lvos der Meduſe verfallen. Man mußte ſich in den Hunger fügen. Man war in den erſten Stunden jenes ſpartaniſchen 6. Juni, an welchem auf der Barrikade von St. Merry Jeanne, umringt von Inſurgenten, die Brod verlangten und alle Kämpfer ihm zuriefen:„Zu eſſen!“ ſagte:„Weshalb? Es iſt drei Uhr. Um vier Uhr ſind wir todt.“
Da man nicht mehr eſſen konnte, verbot Enjolras das Trinken. Er verbot den Wein und vertheilte den Branntwein.
Man hatte in dem Keller etwa fünfzehn hermetiſch verſchloſſene, gefüllte Flaſchen gefunden. Enjolras und Combeferre unterſuchten ſie. Indem Combeferre wieder hinaufkam, ſagte er:—„Das iſt von dem alten Vorrath des Vaters Houcheloup, der zuerſt Gewürzkrämer war.“— „Das muß echter Wein ſein,“ bemerkte Boſſuet.„Ein Glück, daß Grantaire ſchläft. Wäre er erwacht, ſo würde man Mühe haben, dieſe Flaſchen zu retten.“
Ungeachtet des Murrens legte Enjolras ſein Veto über dieſe fünfzehn Flaſchen ein und, damit Niemand ſie an⸗ rühre und ſie wie geheiligt wären, ließ er ſie unter den Tiſch ſtellen, auf welchem Vater Mabeuf lag. Gegen zwei Uhr Morgens fand ein Apell ſtatt und waren noch ſieben und dreißig Mann zur Stelle.
Es begann zu tagen und man hatte die Fackel ausge⸗ löſcht. Das Innere der Barrikade war von Dunkelheit
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