Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Straßenlaternen, der mit lauter Stimme gebrüllte Geſang, das war viel für ſo ruhige Straßen, die ſo gern ſchliefen und ihr Licht ſo früh auslöſchten.

Seit einer Stunde machte der Gamin in dieſem fried⸗ lichen Viertel den Lärm einer Fliege in einer Bouteille. Der Sergeant dieſes Stadtviertels horchte. Er war ein verſtän⸗ diger Menſch.

Das laute Raſſeln des Karrens füllte das Maaß der

möglichen Aufmerkſamkeit und beſtimmte den Sergeanten, eine

Recognoscirung zu unternehmen.

Das iſt eine ganze Bande! ſagte er.Wir müſſen behutſam zu Werke gehen.

Offenbar war die Hydra der Anarchie aus ihren Käſten gekrochen und tobte in dem Stadtviertel.

Und der Sergeant wagte ſich einige Schritte vom Poſten fort⸗ Plötzlich ſah ſich Gavroche, der ſeinen Karren vor ſich her ſchob, in dem Augenblick, als er aus der Rue des Vieilles⸗Haudriettes bog, einer Uniform, einem Tſchako, einem Federſtutz und einem Gewehr gerade gegenüber.

Zum zweiten Mal hielt er inne.

Ei, ſagte er,Du biſt es. Guten Tag, öffentliche Ordnung.

Die Verwunderungen Gavroche's waren von kurzer Dauer und verwandelten ſich ſchnell.

Wohin gehſt Du, Burſche? rief der Sergeant ihm zu.

Bürger, ſagte Gavroche,weshalb ſchimpfen Sie mich?

Wohin gehſt Du, Schelm?

Mein Herr, entgegnete Gavroche, Sie waren vielleicht geſtern ein Mann von Geiſt, aber dieſen Morgen ſind Sie abgeſetzt worden. k Ich frage Dich, wohin Du gehſt, Schuft?

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