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Es war irgend ein Commiſſionair, der zu viel ge⸗ trunken hatte und nun zu viel ſchlief.
„Dazu nützen die Sommernächte,“ dachte Gavroche. „Der Auvergnat ſchläft auf ſeinem Karren ein. Man nimmt den Karren für die Republik und läßt den Auvergnaten der Monarchie.“
Sein Geiſt wurde durch das vorhandene Licht er⸗ leuchtet.
„Dieſer Karren würde unſerer Barrikade ſehr zu gute kommen.“
Der Auvergnat ſchnarchte.
Gavroche zog den Karren leiſe nach rückwärts und den Auvergnat nach vorwärts und nach Verlauf einer Minute lag der Letztere regungslos auf dem Pflaſter.
Der Karren war frei.
Gavroche, der daran gewöhnt war, überall dem Uner⸗ warteten die Spitze zu bieten, hatte ſtets Alles bei ſich. Er ſuchte in einer ſeiner Taſchen nach, zog ein Stückchen Pa⸗ pier heraus und mit einem Endchen Rothſtift, das er einem Zimmermann ſtibitzt hatte, ſchrieb er:
„Deinen Karren empfangen. Die Franzöſiſche Republik.“
Dann unterzeichnete er:„Gavroche.“
Als dies geſchehen war, ſteckte er das Papier in die Taſche des immer noch ſchnarchenden Auvergnaten, ergriff die Deichſel mit beiden Händen und entfernte ſich in der Rich⸗ tung der Hallen, indem er den Karren im Galopp mit Triumph vor ſich hin ſchob.
Das war gefährlich. Es ſtand ein Poſten bei der königlichen Druckerei.
Gavroche dachte daran nicht. Dieſer Poſten war durch Nationalgardiſten der Vorſtadt beſetzt. Ein gewiſſer Lärm begann die Wache aufzuregen; die Köpfe erhoben ſich auf den Pritſchen. Zwei raſch hinter einander eingeworfene


