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VI. Der übermäßige Eifer Gavroche's.
Indeß hatte Gavroche ein Abenteuer.
Nachdem er gewiſſenhaft die Straßenlaterne der Rue du Chaume eingeworfen hatte, ging er nach der Rue des Vieilles⸗Haudriettes und da er hier keine„Katze“ ſah, fand er den Ort paſſend, alle Lieder, die er kannte, anzu⸗ ſtimmen. Sein Schritt war weit entfernt, ſich durch den Geſang zu verkürzen. Er wurde eher dadurch beſchleu⸗ nigt. Während ſeines Weges ließ er an den ſchlafenden oder entſetzten Häuſern die aufrühreriſcheſten Geſänge er⸗ tönen.
Während Gavroche ſo ſang, geſtikulirte er heftig und ſchnitt dabei die phantaſtiſchſten Geſichter. Da er aber allein und in der Dunkelheit war, konnte das leider Nie⸗ mand ſehen. Es waren verſchwendete Schatten.
Plötzlich hielt er inne.
„Unterbrechen wir die Romanze,“ ſagte er.
Sein ſcharfes Auge erkannte in dem Hintergrund eines Thorwegs ein Weſen und eine Sache; die Sache war ein Handwagen, das Weſen ein darauf ſchlafender Auvergnat.
Die Deichſel des Karrens ruhte auf dem Fflaſter und der Kopf des Auvergnaten auf dem Rande des Karrens. Sein Körper lag auf der geſenkten Fläche, ſo daß ſeine Füße den Boden berührten.
Gavroche erkannte mit ſeiner Welterfahrenheit einen Betrunkenen.
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