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den Tod des gehaßten Gegenſtandes. Er ſtieß einen ent⸗ ſetzlichen innern Freudenſchrei aus. Alſo war es zu Ende. Die Entwickelung war ſchneller gekommen, als er es zu hoffen gewagt. Das Weſen, welches ſein Geſchick verdun⸗ kelte, verſchwand. Es entfernte ſich freiwillig, aus eigenem Antriebe, ohne daß er, Jean Valjean, dazu irgend Etwas zu thun brauchte; ohne daß er Schuld trug, ſtarb dieſer Menſch. Vielleicht war er ſchon todt.— Hier ſtellte ſein Fieber Berechnungen an.— Nein, er iſt noch nicht todt. Der Brief iſt offenbar geſchrieben, damit Coſette ihn am folgenden Morgen leſen ſoll; ſeit den zwei Salven, die man zwiſchen elf Uhr und Mitternacht hörte, iſt Nichts wieder vorgefallen; die Barrikade wird erſt mit Tagesanbruch kräf⸗ tig angegriffen werden; aber gleichviel; ſobald dieſer Menſch ſich bei dem Kampf betheiligt hat, iſt er verloren; er wird von dem Räderwerk erfaßt.— Jean Valjean fühlte ſich ſeiner entledigt. Er ſollte alſo mit Coſette allein bleiben. Die Eiferſucht erloſch; die Zukunft tagte wieder für ihn. Er brauchte dieſes Billet nur in ſeiner Taſche zu be⸗ halten; Coſette erfuhr dann nie, was aus dieſem Menſchen geworden ſei.
Ich brauche nur die Dinge gehen zu laſſen. Der Menſch kann nicht entrinnen. Wenn er noch nicht todt iſt, ſo wird er gewiß ſterben. Welch ein Glück.
Als er das Alles zu ſich ſelber geſagt hatte, wurde er finſter. Dann ging er hinab und weckte den Portier. Un⸗ gefähr eine Stunde darauf ging Jean Valjean in vollſtän⸗
diger Nationalgarde⸗Uniforin und bewaffnet aus. Der
Portier hatte ohne Mühe in der Nachbarſchaft das Nöthige gefunden, um ſeinen Anzug zu vervollſtändigen. Er hatte ein geladenes Gewehr und eine mit Cartouchen gefüllte Patrontaſche. Er ging nach der Richtung der Hallen.
Die Elenden. VIII. 14


