Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Nachdem Gavroche in die Luft geſehen hatte, ſah er auch nach unten, erhob ſich auf die Fußſpitze und befühlte die Thüren und die Fenſter der Erdgeſchoſſe; ſie waren alle geſchloſſen, verriegelt und vergittert. Nachdem der Gamin ſo fünf bis ſechs verbarrikadirte Häuſer unterſucht hatte, zuckte er die Achſeln und blickte dann abermals in die Luft.

Jean Valjean, der den Augenblick zuvor in der Ge⸗ müthsſtimmung, in welcher er ſich befand, weder geſprochen, noch irgend Jemand geantwortet haben würde, fühlte ſich unwiderſtehlich dazu angetrieben, das Wort an das Kind zu richten:

Kleiner, ſagte er,was haſt Du?

Ich, ich habe Hunger. Dann fügte er hinzu: Selbſt Kleiner.

Zean Valjean ſuchte in ſeiner Taſche nach und zog ein Fünffranesſtück heraus.

Aber Gavroche, der ſchnell von einem Gedanken zum andern überſprang, hob einen Stein auf. Er hatte die Straßenlaterne bemerkt.

Ei, ſagte er,Sie haben hier noch Laternen? Das iſt nicht in der Ordnung, meine Freunde. Das iſt Unord⸗ nung. Zerſchlagen wir die.

Der Stein flog in die Lalerne, und die Scheiben der⸗ ſelben fielen mit ſolchem Lärm herunter, daß Bürger, die ſich hinter ihren Vorhang des gegenüberliegenden Hauſes verſteckt hatten, voll⸗Angſt ausriefen:Das iſt drei und neunzig!

Die Straßenlaterne ſchwankte heftig hin und her und erloſch. Die Straße wurde plötzlich dunkel.

Recht ſo, alte Straße, ſagte Gavroche,ſetze Deine Nachtmütze auf.

Und ſich zu Jean Valjean wendend, fügte er hinzu:

Wie nennen Sie das rieſige Gebäude dort am Ende

der Straße? Das ſind die Archive, nicht wahr? Man

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