Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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ſich

n die mes⸗ ne er itgend ſelbſt

Jeder

denkt in Zeiten der Gefahr nur an ſich ſelbſt. Der Laternen⸗ wärter zündete wie gewöhnlich die Straßenlaternen an, die gerade der Thür Nr. 7 gegenüber lagen und ging dann weiter. Jean Valiean würde Jedem, der ihn ſo in der Dunkelheit betrachtete, nicht als ein Lebender erſchienen ſein. Er ſaß da, auf dem Stein neben ſeiner Thür, regungslos, wie erſtarrt. Es liegt ſolche Verſteinerung in der Ver⸗ zweiflung. Man hörte die Sturmglocke und undeutliches, doch wildes Geräuſch. Unter dem Lärm der Sturmglocke und des Aufſtandes ſchlug die Uhr an der Kirche St. Paul elf; ernſt, ohne ſich zu übereilen, denn die Sturmglocke iſt der Menſch, die Stunde iſt Gott. Die Zeit war für Jean Valjean nichts, er rührte ſich nicht. Indeß ertönte unge⸗ fähr zu demſelben Augenblicke plötzlich Schießen in der Richtung der Hallen, eine zweite Lage folgte noch heftiger;

es war wahrſcheinlich jener Angriff auf die Barrikade in

der Rue de la Chanvrerie, den wir durch Marius abſchlagen ſahen. Bei dieſer doppelten Salve, deren Wuth durch die Dunkelheit der Nacht geſteigert ſchien, erbebte Jean Valjean; er richtete ſich nach der Gegend, aus welcher der Lärm tönte, in die Höhe, dann ſank er wieder auf den Eckſtein zurück, kreuzte die Arme und ſein Kopf ſank langſam auf die Bruſt herab.

Er fuhr in ſeinem finſteren Selbſtgeſpräch fort.

Plötzlich erhob er die Augen, man ging auf der Straße; er hörte Schritte dicht neben ſich, ſah auf und erblickte bei dem Schein der Laterne, an der Seite der Straße, die nach der Rue aux Archives führte, ein blaſſes, jugendliches, freudeſtrahlendes Geſicht.

Gavroche war nach der Rue de[Homme Armé gelangt.

Gavroche blickte in die Höhe; er ſchien Etwas zu ſuchen. Er ſah Jean Valjean deutlich, aber er bemerkte ihn nicht.