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Coſette ließ ſich durch die Touſſaint eine Taſſe Bouillon auf ihr Zimmer bringen und erſchien erſt am Abend.
Gegen fünf Uhr hatte die Touſſaint, welche in der kleinen Wirthſchaft ſehr beſchäftigt war, auf den Tiſch des Speiſe⸗ zimmers ein kaltes Huhn geſetzt, welches Coſette, aus Ge⸗ fälligkeit für ihren Vater, anzuſehen einwilligte.
Als dies geſchehen war, ſchützte Coſette eine anhaltende Migräne vor, ſagte Jean Valjean gute Nacht und ſchloß ſich in ihr Schlafzimmer ein. Jean Valjean hatte einen Flügel von dem Huhn mit gutem Appetit gegeſſen, ſtützte ſich etwas erheitert auf den Tiſch und fühlte ſich wieder in Sicherheit.
Während er ſeine beſcheidene Mahlzeit verzehrte, hatte er nur undeutlich das Stottern der Touſſaint vernommen, welche ihm zwei⸗ oder dreimal ſagte:„Herr, es iſt was im Anzuge; man ſchlägt ſich in Paris.“
Aber, in zahlloſe innere Gedanken vertieft, hatte er darauf nicht geachtet; die Wahrheit zu ſagen, hatte er es nicht einmal gehört.
Er ſtand auf und ging von dem Fenſter nach der Thür, von der Thür nach dem Fenſter, immer und immer mehr beruhigt werdend. Mit der Ruhe kehrte Coſette wieder in ſeine Gedanken zurück. Nicht etwa, daß er ſich über die Migräne beunruhigk hätte, denn dieſe erſchien ihm nur als eine vor⸗ übergehende Wolke. Aber er dachte an die Zukunft und, wie gewöhnlich, that er dies nur voll Sanftmuth. Er er⸗ blickte kein Hinderniß dagegen, daß das glückliche Leben wieder zurückkehren könnte. Zu gewiſſen Stunden ſcheint Alles unmöglich zu ſein, zu andern aber leicht. Jean Valjean befand ſich in einer dieſer glücklichſten Stunden. Sie folgen gewöhnlich auf die qualvollen, wie der Tag auf die Nacht. In dieſer friedlichen Straße, wohin er ſich ge⸗ flüchtet hatte, machte Jean Valjean ſich los von Allem, was ihn ſeit einiger Zeit beunruhigte. Die Rue Plumet ohne
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