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eines Wolfes. Ihr ſeid Eurer Sechs. Was kümmert mich
das? Ihr ſeid Männer. Nun gut, ich bin ein Weib. Ihr flößt mir keine Furcht ein. Ich ſage Euch, daß Ihr nicht in dies Haus hineindringen ſollt, weil es mir nicht gefällig iſt. Kommt Ihr näher, ſo belle ich. Ich ſagte es Euch ſchon, der Cab, das bin ich. Ich kümmere mich nicht um Euch. Geht Eures Weges; Ihr langweilt mich. Geht wohin Ihr wollt, aber kehrt hierher nicht zurück, das ver⸗ biete ich Euch! Ihr habt Meſſer, ich habe Schlorren. Mir gleich. Kommt doch heran!“
Sie that einen Schritt gegen die Banditen vor, ſah entſetzlich aus und ſagte dann lachend:
„Pardien! ich fürchte mich nicht. Dieſen Sommer werde ich hungern, dieſen Winter werde ich frieren. Sind das Narren; dieſe Dummköpfe von Männern! Sie denken, ſie könnten einem Mädchen Furcht einflößen! Furcht! vor was denn? Ach ja, recht ſchön! Weil Ihr Püppchen von Geliebten habt, die unter das Bett kriechen, wenn Ihr laut ſprecht, nicht wahr? SZch fürchte mich vor nichts!“
Sie richtete auf Thenardier ihren ſtarren Blick und ſagte:
„Selbſt nicht vor Euch, mein Vater.“
Dann fuhr ſie fort, indem ſie ihre blutunterlaufenen geſpenſterhaften Angen über die Banditen gleiten ließ:
„Was kümmert es mich, wenn man mich morgen auf dem Pflaſter der Rue Plumet aufhebt, getödtet durch die Meſſerſtiche meines Vaters? Oder ob man mich in einem Jahre in den Netzen von Saint⸗Cloud oder bei der Schwa⸗ neninſel mitten unter den verfaulten Stöpſeln und ertränkten Hunden findet?“
Sie mußte ſich unterbrechen; ein trockener Huſten ergriff ſie; ihr Athem rang röchelnd aus ihrer ſchmalen ſchwachen Bruſt.
Nach einer kurzen Pauſe fuhr ſie fort:
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