Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Gueulemer, ich bin es, die man damit beauftragte, die Sache aufzuklären.“

Es iſt bemerkenswerth, daß Eponine nicht die Diebes⸗ ſprache redete. Seitdem ſie Marius kannte, war dieſe ent⸗ ſetzliche Sprache ihr unmöglich geworden.

Sie drückte mit ihrer kleinen knochigen und ſchwachen Hand, wie die Hand eines Scelett's, die großen derben Fin⸗ ger Gueulemer's und fuhr fort:

„Sie wiſſen wohl, daß ich nicht albern bin. Für ge⸗ wöhnlich glaubt man mir. Ich habe Ihnen bei Gelegenheit Dienſte geleiſtet. Nun wohl, ich zog Erkundigungen ein und Sie würden ſich nutzlos blosſtellen, ſehen Sie wohl; ich ſchwöre es Ihnen, daß in dieſem Hauſe nichts zu machen iſt.“

„Es ſind Weiber allein darin.“

„Nein, die Leute ſind ausgezogen.“

„Die Lichte ſind es aber nicht!“ bemerkte Babet.

Und er zeigte Eponine durch die Wipfel der Bäume ein Licht, das in dem Dachzimmer des Pavillons hin und her ging. Touſſaint, welche gewacht hatte, um die Wäſche zum Trocknen aufzuhängen.

Eponine machte einen letzten Verſuch.

„Nun wohl,“ ſagte ſie,„es ſind ganz arme Leute, und eine Baracke, in der kein Sou zu finden iſt.“

„Geh zum Teufel!“ ſchrie Thénardier.„Wenn ich das Haus umgekehrt habe, den Keller nach oben und das Dach nach unten gebracht, dann werden wir Dir ſagen, was darin iſt, ob Kugeln oder Räder ohne Niete*)“ und er ſtieß ſie von ſich um vorbeizugehen.

„Mein guter Freund Herr Montparnaſſe,“ ſagte Cponine,„Sie, der Sie ein guter Junge ſind, bitte ich gehen Sie nicht hinein.“

*) Francs, Sous oder Liards.

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