18
„Sollteſt Du es wohl glauben? Marius kommt jetzt erſt um ein Uhr Morgens nach Hauſe.“
Bahorel antwortete:„Was willſt Du? In einem Se⸗ minariſten liegt immer ein Nachtſchwärmer verborgen.“
Zuweilen kreuzte Courfeyrac die Arme über der Bruſt, nahm ein ernſtes Weſen an und ſagte zu Marius:
„Sie werden unordentlich, junger Mann!“
Courfeyrac, der ein praktiſcher Menſch war, nahm den Wiederſchein eines unſichtbaren Paradieſes auf Marius' Ge⸗ ſicht nicht gut auf; er hatte wenig Bekanntſchaft mit unausge⸗ ſprochenen Leidenſchaften, er wurde darüber ungeduldig und forderte Marius öfter auf, zur Wirklichkeit zurückzukehren. Eines Morgens ermahnte er ihn auf folgende Weiſe:
„Mein Lieber, Du machſt auf mich den Eindruck, als wäreſt Du im Monde, dem Königreich des Traumes, der Provinz der Illuſion, der Hauptſtadt Seifenblaſe. Nun ſo ſei ein guter Junge, wie heißt ſie?“
Nichts konnte Marius bewegen, zu ſprechen. Man hätte ihm eher die Nägel herausreißen können, als eine der drei Sylben, aus denen der unausſprechliche Name beſtand: Coſette.
Die wahre Liebe iſt hellſtrahlend wie die Morgenröthe und verſchwiegen wie das Grab. Nur war für Courfeyrac bei Marius das anders, daß ſeine Schweigſamkeit jetzt ſich freudeſtrahlend zeigte.
Während dieſes ſüßen Maimonats lernten Marius und Coſette das unendliche Glück kennen, ſich zu entzweien und ſich Sie zu nennen, nur um dann deſto beſſer wieder Du zu einander ſagen zu können.
Coſette von Putz ſprechen zu hören;—
Marius von Politik ſprechen zu hören;—
Knie an Knie gelegt das Rollen der Wagen in der Rue Babylone zu vernehmen;
in de
ere liden ſinken biege
.
Er ſeitd ſie ſ Gedi barke Glie RKn
wen lom erfa ſm
ſent ande nine er dieſ ſih


