Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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Väterchen! Wollte er zu Hauſe bleiben? Ganz gut! Wollte er den Abend bei Coſette zubringen, war ſie entzückt darüber! Da er bis um zehn Uhr Abends blieb, kum Ma⸗ rius dann erſt nach dieſer Stunde in den Garten, wenn er von der Straße aus Coſette die Hausthür neben der Treppe öffnen hörte. Es verſteht ſich von ſelbſt, daß man Marius am Tage nie ſah.

Jean Valjean dachte ſelbſt nicht einmal mehr daran, daß Marius nur exiſtirte. Nur einmal eines Morgens ge⸗ ſchah es, daß er zu Coſette ſagte:Ei, wie weiß Du auf dem Rücken biſt!

Am Abend zuvor hatte Marius in ſeinem Entzücken Coſette gegen die Mauer gedrückt.

Die alte Touſſaint, welche früh zu Bett ging, dachte nur noch daran, zu ſchlafen, ſobald ihre Geſchäfte beendigt waren, und ihr war ebenſo Alles unbekannt wie Jean Valjean.

Nie ſetzte Marius einen Fuß in das Haus. Wenn er bei Coſette war, verbargen ſie ſich in einer Vertiefung, nahe der Treppe, ohne von der Straße aus weder geſehen noch gehört werden zu können, und ſetzten ſich hier neben ein⸗ ander nieder, oft ſich damit begnügend, ſtatt aller Unter⸗ haltung ſich zwanzig Mal in der Minute die Hände zu drücken, indem ſie durch die Zweige der Bäume blickten. Wenn in ſolchen Augenblicken der Blitz dreißig Schritt von ihnen entfernt in die Erde gefahren wäre, ſo würden ſie es nicht bemerkt haben, ſo ſehr vertiefte die Träumerei des Einen ſich in die Träumerei des Andern.

Der ganze Garten lag zwiſchen ihnen und der Straße. So oft Marius kam und ging, befeſtigte er ſorgfältig wie⸗ der die Eiſenſtange des Gitters, ſo daß keine Störung ſicht⸗ bar blieb.

Er entfernte ſich gewöhnlich gegen Mitternacht und

kehrte dann zu Courfeyrac zurück. Dieſer ſagte zu Bahorel: Die Elenden. VIII. 2