Teil eines Werkes 
4. Abt., 2. Bd. (1863)
Entstehung
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mehr Träume der Menſchen mit ſich hinweg als Wolken des Himmels.

Daß dieſe keuſche, beinahe ſcheue Liebe ganz ohne Ga⸗ lanterie geweſen ſei o nein. Der, die man liebt, Schmei⸗ cheleien zu ſagen, iſt die erſte Art der Liebkoſungen, eine halbe Kühnheit, die Verſuche macht. Eine Schmeichelei iſt ſo etwas wie ein Kuß durch einen Schleier. Die Wolluſt legt darin ihre Süßigkeit, indem ſie ſich dabei verbirgt. Vor der Wolluſt zieht das Herz ſich zurück, um deſto heißer zu lieben. Die Schmeicheleien Marius', ganz von Schwär⸗ merei geſüßigt, waren ſo zu ſagen himmelblau. Wenn die Vögel ſich in die Höhe ſchwingen, den Engeln zu, müſſen ſie ſolche Worte vernehmen. Dennoch miſchte ſich das Leben der Menſchheit, die ganze Menge des Poſitiven, deſſen Ma⸗ rius fähig war, hinein.

Ach, flüſterte Marius, wie ſchön Du biſt! Ich wage es nicht, Dich anzuſehen. Deshalb betrachte ich Dich. Du biſt einer Göttin gleich. Ich weiß nicht, was mir iſt. Wenn Dein Schuh unter Deinem Kleide hervorſieht, ſo werde ich ver⸗ wirrt. Und dann, welch ein himmliſcher Glanz, wenn Deine Gedanken ſich mir öffnen. Du ſprichſt zum Verwundern vernünftig. Es ſcheint mir zuweilen, als wäreſt Du ein Traum. Sprich, ich höre, ich bewundere Dich. O, Coſette, wie herrlich und reizend biſt Du? Ich bin wirklich wahn⸗ ſinnig. Sie ſind anbetungswürdig, mein Fräulein! Ich ſtudire Deine Füße mit dem Mikroskop und Deine Seele mit dem Telescop.

Und Coſette antwortete:

Ich liebe Dich noch mehr und die ganze Zeit, die ſeit dieſem Morgen verfloſſen iſt.

Fragen und Antworten kamen in dieſes Geſpräch, wie es eben gehen wollte, und wurden ſtets einig unter der Liebe.

Die ganze Erſcheinung Coſettens war Verſchwiegenheit,

gen Go fiel ihr

Lie ſ

de ner