10
Wiederholungen, Gelächter um nichts, Unnützes, Kleinlich⸗ keiten, Alles, was es auf der Welt Erhabenes und Inniges giebt! Die einzigen Dinge, welche der Mühe lohnen, ge⸗ ſprochen und gehört zu werden.
Der Menſch, welcher dieſe Kleinlichkeiten, dieſe Aerm⸗ lichkeiten nie vernommen, nie ausgeſprochen hat, iſt ein Ein⸗ fältiger und Boshafter.
Coſette ſagte zu Marius:
„Weißt Du?“
Bei alledem und bei der himmliſchen Jungfräulichkeit waren ſie dahin gekommen, ſich Du zu nennen, ohne ſelbſt zu wiſſen wie.
„Weißt Du? ich heiße Euphroſine.“
„Euphroſine? O nein, Du heißt Coſette.“
„O, Coſette iſt ein ziemlich häßlicher Name, den man mir gegeben hat, als ich noch ganz klein war. Aber mein wahrer Nome iſt Euphroſine. Liebſt Du nicht den Namen Euphroſine?“
„Doch. Aber Coſette iſt nicht häßlich!“
„Liebſt Du ihn mehr wie Euphroſine?“
„Nun— ja.“
„Dann iſt er mir auch lieber. Es iſt aber wahr. Coſette, das klingt hübſch. Nenne mich Coſette.“
Und das Lächeln, welches ihre Worte begleitete, machte aus dieſem Zwiegeſpräch eine Idhlle, würdig eines Engels im Himmel.
Ein andermal ſah ſie ihn feſt an und rief:
„Mein Herr, Sie ſind ſchön, Sie ſind hübſch; Sie ha⸗ ben Geiſt, Sie ſind keineswegs einfältig, Sie ſind viel ge⸗ lehrter wie ich, aber ich fordere Sie doch heraus, beſſer die Worte zu ſprechen: ich liebe Dich!“
Und Marius glaubte eine Strophe von dem Geſange eines Sternes zu vernehmen.
ſenf in
daß veſt,
luſ
der
Int
gen ein wic nſ
gen kom ſide
keh ne den gen etw ihn


